Sind größere Anteil eines Zahnes bereits durch Füllungen ersetzt, fehlen z. B. bei Seitenzähnen Anteile der Seitenwände oder bei den Frontzähnen Anteile der Schneidekante, muß der Zahn mit einer Krone versorgt werden. Dafür muß der Zahn rundherum um 1 bis 2 mm reduziert werden, dann wird ein Abdruck gemacht und der Zahn mit einer provisorischen Krone versorgt. Innerhalb einer Woche fertigt der Zahntechniker eine Krone, die spaltlos mit dem Zahn abschließt und die Form des Zahnes optimal nachahmt.
Arten von Kronen:
Goldkrone:
im nicht sichtbaren Seitenzahnbereich bestmögliche Versorgung
optimale Kaufunktion
aber:
optisch nicht zufriedenstellend
wenn andere Metalle und Legierungen im Mund sind, kann es zu elektrischen Spannungen und Korrosion des unedleren Metalls ( z. B. Amalgam ) kommen.
Titankrone:
besteht aus Reintitan, nicht wie Gold aus einem Metallgemisch
ist preisgünstig und sehr stabil
reagiert neutral mit anderen Metallen
aber:
silberfarben, optisch nicht zufriedenstellend
sehr hart, d.h. bei Kontakt mit einem natürlichen Zahn reibt sich dieser übermäßig ab
Verblendkrone/Kunststoff:
auf eine Goldkrone oder eine Titankrone wird im äußeren sichtbaren Bereich eine Verblendung mit zahnfarbenen Kunststoff geklebt
funktionell und billig
aber:
nur außen zahnfarben, Kauflächen und mundwärts gerichtete Flächen sind golden,
Kunststoff verfärbt sich nach ca. 1 Jahr
Verblendung splittert oft ab
Kunststoffe reizen das Zahnfleisch
Verblendkrone/ Keramik:
auf ein dünnes Käppchen aus Gold oder Titan wird rundherum Keramik aufgebrannt
optisch zufriedenstellend, rundherum zahnfarben;
Zahnfarbe verändert sich auch nach 10 Jahren nicht
aber:
Im Frontzahnbereich wirken die verblendeten Metallkeramikkronen oft zu opak, d.h. sie unterscheiden sich stark in der optischen Wirkung von den eigenen Zähnen. Zudem lagern sich oft Metallmoleküle im Zahnfleisch ab (sog. Metallose), das Zahnfleisch um die Krone hat einen häßlichen dunklen Rand.
Vollkeramikkronen:
diese Kronen bestehen ausschließlich aus Keramik, kein Metallanteil
bilden durch spezielle Klebetechnik optimalen Verbund mit dem Zahn
optimaler Übergang zwischen Zahn und Zahnkrone, kein dunkler Rand
höchste Ästhetik durch gleiche "Durchsichtigkeit" wie der Zahn
aber:
zeitaufwendigere und teuere Behandlung
Eine Brücke ist die elementare Form des Zahnersatzes. Die beiden Zähne, die an eine Lücke grenzen, werden beschliffen, meist zur Aufnahme von Kronen. Zwischen diese beiden Kronen setzt der Zahntechniker fest verbunden einen Ersatzzahn ebenfalls aus Metall ( ev. verblendet ). Das Ganze wird auf die an die Lücke grenzenden Zähne fest zementiert. Nach kurzer Gewöhnungszeit hat der Patient das Gefühl, der Zahnersatz sind seine eigenen Zähne.
Alle Brücken können aus den oben genannten Werkstoffen Gold, Titan, Aufbrennkeramik und seit neuesten auch Vollkeramik hergestellt werden.
Für Eingliederung einer Brücke ist eine zahnbegrenzte Lücke nötig; d. h. auf beiden Seiten der Lücke muß mindestens ein gesunder, nicht gelockerter Zahn vorhanden sein.